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300 Jahre alt: Österreichischer Priester packt aus – Wissenschaftler ratlos!

300 Jahre alt: Österreichischer Priester packt aus – Wissenschaftler ratlos!

2026-04-12T22:38:58.496353+00:00

Rätsel gelöst: Der „luftgetrocknete Kaplan“ aus Österreich

Stell dir vor: Du reparierst in einer 300 Jahre alten Kirchengruft und stößt auf eine mumifizierte Leiche, die seit dem 18. Jahrhundert unberührt daliegt. Genau das passierte in St. Thomas am Blasenstein. Jahrhunderte lang kursierten Gerüchte, wilde Spekulationen und echte wissenschaftliche Kopfschmerzen um diesen „luftgetrockneten Kaplan“.

2025 kam die Lösung. Und die ist... hammerhart.

Wer war der Tote?

Ein Wasserschaden öffnete endlich den Zugang zur Mumie. Ein Team um Professor Andreas Nerlich von der LMU München untersuchte alles gründlich: Radiokarbon-Datierung, CT-Scans, chemische Tests. Ergebnis: Es handelt sich um Franz Xaver Sidler von Rosenegg, Kaplan in der Pfarrei. Er starb um 1746 mit 37 Jahren. Passt perfekt.

Noch spannender: Isotopen in den Knochen zeigten seine Ernährung. Viel Getreide und Fleisch – typisch für einen Landpfarrer. Später wurde es mager, wahrscheinlich durch den Österreichischen Erbfolgekrieg und Hungersnot. Pure Geschichtssuche!

Kein Gift, nur ein Glasperle

Früher entdeckte ein Röntgen ein „kugelförmiges Ding“ im Körper. Alle dachten: Giftkapsel! Dramatisch und perfekt für Klatsch.

Falsch. Es war eine kleine Glasperle, wahrscheinlich von einem Rosenkranz, die beim Einbalsamieren hängenblieb. Todesursache? Wahrscheinlich Lungen-Tuberkulose mit Blutung. Weniger aufregend, aber wahr.

Der krasseste Fund (Achtung, eklig)

Das wahre Rätsel: Wie blieb die Mumie 300 Jahre perfekt erhalten? CT-Scans zeigten: Der Körperinneren war vollgestopft. Holzspäne von Tanne und Fichte, Leinenstoffe, Hanf, Flachs – teils sogar bestickt. Dazu Zinkchlorid und Chemikalien.

Diese Mischung war genial. Stoffe saugten Feuchtigkeit auf, Zink tötete Bakterien ab. Perfekte Konservierung.

Aber: Wie kam das Zeug rein, ohne einen Schnitt?

Die brutale Wahrheit

Die Forscher haben's rausgefunden. Ruhig atmen.

Alles wurde durch den After reingestopft.

Ja, richtig gelesen. Diese 18.-Jahrhundert-Methode stopfte den Körper von unten voll – ohne ägyptische Einschnitte. Kein Wunder, dass es in Büchern fehlt. Deshalb dauerte's 300 Jahre.

Was wir lernen

Faszinierend: Im 18. Jahrhundert kannten die Leute Konservierungschemie. Sie wussten, was Feuchtigkeit bindet und Keime killt. Nur die Anwendung war... unvergesslich.

Bestattungsriten unterschieden sich regional total. Wir denken, wir kennen das alles – doch ein österreichischer Pfarrer zeigt: Immer Neues zu entdecken.

Und moderne Forensik? Ein paar Monate Scans und Analysen knackten ein 300-Jahre-Rätsel. Wahnsinn.

Fazit

Wenn jemand sagt, Wissenschaft wüsste alles: Denk an den luftgetrockneten Kaplan. Fast 300 Jahre hockte er in der Gruft mit seinem schrägen Geheimnis. Ein Wasserschaden und deutsche Forscher brachten die Wahrheit ans Licht.

Und die? Viel schräger als gedacht.

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