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COBOL – die Zombie-Sprache, die unsere Welt am Laufen hält (und warum das Ärger macht)

COBOL – die Zombie-Sprache, die unsere Welt am Laufen hält (und warum das Ärger macht)

2026-03-22T00:35:11.774386+00:00

Der Dino, der nicht ausstirbt

Stell dir vor: Du zahlst mit Karte im Café, und im Hintergrund rackert eine Programmiersprache, die älter ist als viele Großeltern. COBOL heißt sie, Common Business-Oriented Language. Geboren 1959, immer noch Herzstück der wichtigsten Systeme weltweit.

Du fragst dich: Wie überlebt so ein Relikt in Zeiten von KI und Quantencomputern? Halt dich fest – die Geschichte ist verrückt.

Aus Quick-Fix wird Albtraum

COBOL sollte einfach sein, fast wie normaler Text. Ziel: Manager ohne Nerd-Ausbildung sollten programmieren können. Kluger Plan. Hat super geklappt.

Banken waren hooked. Behörden stiegen ein. Fluglinien bauten Buchungssysteme drauf. Plötzlich: Kein Weg zurück. COBOL sitzt fest wie Stahl in Beton. Raus damit? Alles kracht zusammen.

Fakt: 95 Prozent der Geldautomaten-Transaktionen laufen über COBOL. Nächstes Mal am Automaten: Du chattest mit Code aus Beatle-Zeiten.

Das COBOL-Rätsel

COBOL ist omnipräsent – und unsichtbar:

  • Überall: Steuert Banken, Rente, Flugkontrolle
  • Nirgends: Kaum Uni-Kurse, Programmierer altern rapide

Wie Brücken mit vergessener Bauweise. Was kann schiefgehen?

Warum kein Neustart?

„Einfach umschreiben in Python oder so?“ Leichter gesagt als getan.

Das wäre wie Herz-OP bei jemandem, der mid-run einen Marathon läuft. Millionen Transaktionen täglich, Jahrzehnte Logik in Millionen Codezeilen.

Ein Bankboss: Ihr Kernsystem hat über 200 Millionen Zeilen COBOL. Windows 10? Nur 50 Millionen. Kein App-Update – das ist Zivilisationsumbau.

Der Mangel an Köpfen

Schlimmer: Die Experten gehen in Rente. Oder sterben. Wissensvernichtung pur.

Ein 78-Jähriger repariert noch Flugbuchungen. „Zu wertvoll zum Aufhören“, sagt er lachend. Lustig? Eher nicht.

Im Schatten des Riesen

Jedes Mal, wenn du:

  • Geld abhebst
  • Flug buchst
  • Amtshilfe beantragst
  • Lohn kassierst

Verlässt du dich auf Code vor dem Mondflug.

Nicht schlecht – stabil wie nix. Jahrzehnte getestet. Aber teuer, zerbrechlich, unflexibel für schnelle Welt.

Lösungswege (irgendwie)

Tech-Welt wacht auf. Tools wandeln COBOL in Cloud. Neue Azubis lernen es. KI übersetzt automatisch.

Trotzdem: Jahrzehnte Arbeit. Wenn's klappt.

Die große Lehre

COBOL zeigt: Quickies werden ewig. „Gut genug“ wird „zu groß zum Wegwerfen“.

Beim Bauen mit neuen Sprachen fragen: Was verfluchen Enkel als unverrückbar?

Ich tippe auf JavaScript. Sorry.

Quelle: https://www.wired.com/story/cobol-is-the-asbestos-of-programming-languages

#cobol #legacy systems #programming languages #technology debt #software engineering