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Das Ende der Menschheit: die Frage, die niemand stellen will

2026-07-18T21:48:51.980097+00:00

Der Dino-Vergleich, den niemand gebraucht hat

Da ist etwas, das mich nachts wachhält (und zwar im Sinne von "faszinierende Wissenschaft", nicht etwa Paranoia): Vor sechsundsechzig Millionen Jahren machte ein gewaltiger Asteroid den Dinosauriern den Garaus. Wir reden hier von zehn bis fünfzehn Kilometern Durchmesser. Das ist quasi so groß wie eine kleine Stadt, die vom Himmel fällt.

Das Verrückte daran? Die Dinos sind gar nicht durch den Aufprall selbst gestorben. Die meisten von ihnen sind verdurstet und verhungert — über einen sicherlich qualvoll langen Zeitraum hinweg. Denn der Schutt in der Atmosphäre blockierte das Sonnenlicht und verwandelte die Erde in eine eingefrorene Hölle.

Die Frage, die sich aufdrängt: Könnte uns dasselbe passieren?

Diese Asteroiden sind näher, als du denkst

Im Mai schoss ein Asteroid namens 2026 JH2 an der Erde vorbei — in nur 90.000 Kilometern Entfernung. Das ist praktisch ein kosmischer Streifschuss. Zum Vergleich: Der Mond ist etwa viermal so weit weg. Und das Unbehagliche daran: Über diesen Asteroiden wissen wir Bescheid. Tausende weitere da draußen haben wir noch nicht einmal entdeckt.

Die gute Nachricht? 2022 ist es NASA tatsächlich gelungen, die Flugbahn eines Asteroiden zu verändern, indem sie eine Rakete hineinkrachen ließ. Deflektionstechnologie ist also durchaus in der Entwicklung.

Die weniger gute Nachricht? Eine Studie von 2019 schätzt, dass ein asteroid dieser Größe — groß genug, um Massenaussterben auszulösen, sagen wir drei Meilen Durchmesser oder mehr — nur etwa alle sechs Millionen Jahre auf die Erde trifft. Statistisch gesehen also vermutlich nicht in unserem Leben.

Aber was mich wirklich beschäftigt: Wir spielen im Grunde kosmisches Roulette, nur dass die Waffe seit Millionen von Jahren geladen ist und wir sie erst jetzt bemerkt haben.

Der Große Filter: Sind wir zum Scheitern verdammt?

Jetzt wird's philosophisch. Manche Forscher halten etwas für die "Great Filter"-Theorie — die Idee, dass es gewisse existenzielle Hürden gibt, an denen Zivilisationen unweigerlich scheitern, bevor sie zu raumfahrenden Gesellschaften werden.

Denk mal drüber nach: Wenn das Universum so riesig ist — wo stecken dann all die Außerirdischen? Eine Erklärung wäre, dass intelligentes Leben sich regelmäßig selbst zerstört, bevor es die Sterne erreicht. Unbehaglich, oder?

Was käme als Filter infrage? Atomkrieg, Pandemien (wir hatten davon gerade einen kleinen Vorgeschmack), Klimakatastrophe — oder, und das ist der Punkt, der Futuristen wirklich den Schlaf raubt: Fortgeschrittene künstliche Intelligenz, die beschließt, dass sie uns nicht braucht.

Ich persönlich bin im Team "Keine superintelligenten Roboter bauen, die irgendwann entscheiden könnten, dass Menschsein unpraktisch ist". Aber das ist nur meine Meinung.

Die Sonne wird uns alle umbringen (aber nicht so bald)

Hier ein bisschen Perspektive, die entweder beruhigend oder entsetzlich wirkt, je nach Stimmungslage: Die Sonne wird sterben. In etwa fünf Milliarden Jahren wird unser freundlicher Nachbarschaftsstern zum Roten Riesen anschwellen und dabei die Erde vermutlich verschlucken.

Aber ehrlich? Das ist so weit weg, dass es sich kaum lohnt, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Bis dahin — vorausgesetzt, wir zerstören uns nicht vorher selbst — haben wir vermutlich längst andere Sternensysteme besiedelt. Oder wir sind einfach hochentwickelte digitale Bewusstseine, die durchs All schweben. Wer weiß?

Das Universum könnte auch sterben (ja, wirklich)

Okay, jetzt wird's wirklich kopfschmerzbereitend. Je nach kosmologischem Modell könnte am Ende auch das gesamte Universum sterben.

Manche Wissenschaftler glauben an den "Großen Einfrieren" — das Universum dehnt sich immer weiter aus, bis alles so weit auseinanderdriftet, dass keine Sterne mehr entstehen können. Alles verblasst zu kalter, dunkler Leere. Wie wenn dem Universum irgendwann die Batterien ausgehen.

Andere theorisieren den "Großen Krach", bei dem die Schwerkraft irgendwann alles wieder zusammenzieht — in einen einzigen Punkt. Im Grunde eine Umkehrung des Urknalls. Stell dir vor, das gesamte Universum kollabiert zu einem kosmischen Punkt unendlicher Dichte. Krass, oder?

Es gibt sogar eine "Großer-Rebound"-Hypothese, wonach das Universum endlose Zyklen aus Expansion und Kontraktion durchläuft. Wir wären dann vielleicht nur eine Iteration in einer unendlichen Schleife.

Also, was ist das Fazit?

Ehrlich gesagt? Das wahrscheinlichste Szenario für das Aussterben der Menschheit ist vermutlich etwas, woran noch niemand gedacht hat. In der Geschichte waren die Dinge, die Zivilisationen tatsächlich beendet haben, selten das, worüber sich die Leute zu der Zeit Sorgen gemacht haben.

Aber meine Einschätzung: Wir sind die erste Art in der Geschichte der Erde, die tatsächlich in der Lage ist, diese Risiken zu verstehen. Das ist entweder furchterregend oder ermächtigend — kommt drauf an, wie man es betrachtet.

Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht "wie werden wir enden", sondern "was werden wir dagegen tun"? Denn im Gegensatz zu den Dinosauriern haben wir Technologie, Wissenschaft und die kognitive Fähigkeit, uns auf Bedrohungen vorzubereiten, die noch gar nicht eingetreten sind.

Das gibt mir ein bisschen Hoffnung. Klar, das Universum ist riesig, gleichgültig und wahrscheinlich voll von Möglichkeiten, uns auszulöschen. Aber wir sind auch verdammt einfallsreich, wenn wir uns anstrengen.

Jetzt entschuldigt mich — ich muss kurz nachschauen, ob diese Woche besorgniserregende Asteroiden an der Erde vorbeifliegen. Nur um mein Gewissen zu beruhigen. Definitiv nicht, weil ich seit einer Stunde über existenzielle Bedrohungen grüble.

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