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Das Universum packt aus: Etwas völlig Unerwartetes – und es wird chaotischer!

Das Universum packt aus: Etwas völlig Unerwartetes – und es wird chaotischer!

2026-05-12T05:31:55.470786+00:00

Wenn Planetenbäckereien verrückt spielen

Stellt euch vor, ihr backt einen Kuchen, und plötzlich rebelliert die Hälfte des Teigs. Genau so etwas haben Astronomen kürzlich in einer fernen Galaxie entdeckt. Und das haut die Forscher um.

Das Hubble-Weltraumteleskop hat atemberaubende Aufnahmen von einem jungen Stern gemacht. Umgeben von einem gigantischen Ring aus Gas und Staub – der perfekte Ort für neue Planeten. Doch dieser Ring passt nicht ins Schema, das wir kannten.

Der "Dracula-Chivito" aus dem All

Der offizielle Name lautet IRAS 23077+6707. Die Forscher nennen ihn aber "Dracula's Chivito". Warum? Ein Teammitglied kommt aus Transsilvanien, ein anderes aus Uruguay, wo Chivito ein berühmter Burger ist. Von der Seite sieht der Diskus aus wie ein leuchtendes Fast-Food-Sandwich: Dunkel in der Mitte, strahlende Gasschichten drumherum. Ein echtes Hingucker.

Der Ring ist riesig: Über 640 Milliarden Kilometer Durchmesser. Das sind 40-mal unser Sonnensystem bis zum Kuipergürtel. Mitten drin: Ein oder zwei junge Sterne, versteckt im Staub.

Chaos statt Ordnung

Normalerweise stellen wir uns solche Planetengeburtsstätten als runde, symmetrische Scheiben vor. Wie eine perfekt drehende Platte. Hier? Fehlanzeige.

Hubble zeigt fadenartige Gas- und Staubfäden, die wie Tentakel aus einer Seite schießen. Die andere Seite? Glatt und ruhig. Total unausgeglichen – und rätselhaft.

Kristina Monsch vom Harvard & Smithsonian Center for Astrophysics sagt: "Solche Details im sichtbaren Licht sind selten. Wir blicken fast genau von der Seite drauf und sehen, wie wild es in diesen Brutstätten zugeht."

Was steckt hinter dem Durcheinander?

Die Ursache? Noch unklar. Vielleicht strömt neues Material rein, oder Gravitationskräfte von Nachbarn mischen mit. Das System ist mitten im Tumult – und wir gucken live zu.

Joshua Bennett Lovell, Mitforscher, war baff: "Die Asymmetrie hat uns umgehauen. Hubble zeigt uns aus der ersten Reihe, wie Planeten aus Chaos entstehen."

Trotz Jahrzehnten Forschung wissen wir Planetengeburt noch nicht genau. Solche Extremfälle sind Gold wert.

Ein System im Werden

Im Diskus steckt 10- bis 30-mal Jupitermasse. Genug für ein Rudel Riesenplaneten. Vielleicht ein Blick auf unser Sonnensystem in der Steinzeit – nur größer und chaotischer.

Monsch: "Mehr Fragen als Antworten. Aber die Bilder sind der Einstieg, um Entstehung in verschiedenen Welten zu kapieren."

Warum das zählt

Das zeigt: Das Universum ist chaotischer, als Modelle vermuten. Hubble, seit über 30 Jahren im Einsatz, liefert immer neue Überraschungen.

Nächster Schritt: Das James-Webb-Teleskop checkt ähnliche Objekte. Zusammen mit Hubble entsteht ein klares Bild von Planetengeburten – inklusive unserer eigenen.

Verrückt, oder?

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