Die Maus, die in meine Hosentasche passt — endlich
Okay, ich muss gestehen: Jahrelang habe ich überall einen Laptop geschleppt. Aber eine Maus? So gut wie nie dabei gehabt.
Nicht weil ich keine wollte. Sondern weil jeder "Reisemaus", den ich in die Finger bekommen habe, mich einfach nur genervt hat. Entweder waren sie zu klein und beengend — ihr kennt diese winzigen Funkmäuse, die 2009 gratis zu Netbooks dazu kamen. Oder sie waren groß genug, um vernünftig damit zu arbeiten, brauchten aber ein eigenes Fach in der Tasche. Beides macht keinen Sinn, wenn man sowieso schon Laptop, Handy und Gott weiß was mitschleppt.
Als ich dann von der Logitech Mobi Fold hörte — einer Maus, die sich buchstäblich in der Mitte zusammenklappen lässt — war ich erst mal skeptisch. Falttechnik funktioniert ja bei Handys super. Aber bei einer Maus? Das klang nach einem Gimmick, das in der Schublade landet.
Ich lag falsch.
Endlich kein Kompromiss mehr
Was die Mobi Fold so interessant macht: Sie klingt komplizierter, als sie ist. In der Mitte des Handballenbereichs sitzt ein Scharnier. Willst du sie verstauen, klappst du sie einfach in der Mitte zusammen — wie ein Buch. Ab in die Hosentasche. Fertig.
Aufgeklappt hast du eine richtige Maus — etwa zwölf Zentimeter lang — die tatsächlich bequem in der Hand liegt. Die V-Form ist flach, ja, aber die Hand legt sich ganz natürlich darüber. Kein Zusammendrücken, keine tauben Finger nach einer Stunde, kein "Warum fühlt sich das komisch an?"
Genau das ist der Punkt. Bei den meisten Reisemäusen musst du dich zwischen Ergonomie und Handlichkeit entscheiden. Die Mobi Fold will diesen Kompromiss einfach nicht akzeptieren.
Und wie fühlt sie sich an?
Ehrlich gesagt: Für Heavy-User, Designer oder Gamer ist das hier nicht die richtige Maus. Das光明 will ich gar nicht erst suggerieren.
Aber für das, was ich tagtäglich mache — Schreiben, Surfen, Tabellen wuchten, Video-Calls — reicht sie völlig aus. Du hast deinen normalen Links- und Rechtsklick, plus ein Touchfeld in der Mitte zum Scrollen. Kein physisches Scrollrad (klar — dafür ist im gefalteten Zustand einfach kein Platz), aber Touch-Scrolling funktioniert, sobald man sich dran gewöhnt hat.
Ein cooles Feature: Du kannst die Maus mit bis zu drei Geräten per Bluetooth koppeln und mit einem Knopf auf der Unterseite zwischen ihnen wechseln. Wenn du also zwischen Laptop, Tablet und Desktop hin- und herspringst, brauchst du nicht für jedes Gerät eine eigene Maus.
Und was kostet das?
Bei 80 Euro ist das hier kein Spontankauf. Das ist eine Investition — speziell für jemanden, der genau weiß, warum er eine Reisemaus braucht und schon lange von einer Lösung träumt, die endlich in die Hosentasche passt.
Arbeitest du aus Cafés, Hotelzimmern, Airport-Lounges oder einfach überall, nur nicht an einem festen Schreibtisch? Dann wurde diese Maus für dich gebaut. Arbeitest du hauptsächlich zu Hause oder im Büro und bist selten unterwegs? Dann kannst du dir das Geld sparen.
Aber mal ehrlich: Ich habe über die Jahre viele "gut genug"-Reiseperipherie ausprobiert, und ehrlich gesagt war sie meistens nur... enttäuschend. Die Mobi Fold fühlt sich nicht enttäuschend an. Sie fühlt sich so an, als hätte jemand das Konzept "Reisemaus" endlich ernst genommen und sich gefragt: "Was wäre, wenn wir das Größenproblem lösen, ohne es woanders hinzuschieben?"
Zum ersten Mal seit langem überlege ich tatsächlich, eine Maus in meinen Alltagsbegleiter-Rucksack aufzunehmen. Das will was heißen.