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Deine Gene bestimmen dein Leben – fast stärker als gedacht

Deine Gene bestimmen dein Leben – fast stärker als gedacht

2026-05-21T12:33:36.689872+00:00

Der überraschende Dreh in der Lebensdauer-Forschung

Jahrzehntelang galt als sicher: Deine Gene spielen eine gewisse Rolle, doch vor allem zählen die eigenen Entscheidungen. Wer regelmäßig Sport treibt, sich gesund ernährt und auf Zigaretten verzichtet, kann selbst bei einer eher ungünstigen Familienhistorie ein langes Leben erwarten.

Forschende vom Weizmann-Institut in Israel haben dieses Bild jetzt deutlich verändert. Uri Alon und Ben Shenhar haben umfangreiche Datensätze mit komplexen Rechenmodellen ausgewertet und dabei herausgefunden, dass Gene etwa die Hälfte der Lebensdauer bestimmen. Das ist doppelt so viel, wie bislang angenommen wurde.

Warum die Erkenntnis so lange auf sich warten ließ

Forscherinnen und Forscher wussten längst, dass Erbanlagen eine Rolle spielen. Doch ein störender Faktor blieb immer im Weg: äußere Todesursachen. Unfälle, Infektionen oder Gewalt passieren oft zufällig und sagen wenig darüber aus, wie lange jemand unter idealen Bedingungen leben könnte. Frühere Studien vermischten diese Zufälle mit den biologischen Daten, sodass die echte genetische Wirkung kaum erkennbar war.

Wie die Forscher den Störfaktor ausblendeten

Alon und Shenhar gingen deshalb anders vor. Statt Daten einfach auszuwerten, verwendeten sie Computersimulationen, die äußere Todesursachen gezielt entfernten. Sie nutzten dabei Zwillingstudien, weil diese erlauben, genetische von umweltbedingten Einflüssen zu trennen.

Dabei zeigte sich: Je mehr zufällige Todesursachen sie ausschlossen,<|eos|>

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