Das Universum spielt verrückt: Astronomen entdecken etwas, das es nicht geben dürfte
Okay, ihr müsst euch jetzt wirklich hinsetzen.
Forscher haben mit dem James Webb Space Telescope (JWST) etwas im All entdeckt, das nach allem, was wir über das Universum zu wissen glauben, eigentlich nicht existieren sollte. Punkt. Aus. Ende der Diskussion.
Das Team – hauptsächlich von MIT und anderen Institutionen – hat einen leuchtend roten Punkt im sehr frühen Universum aufgespürt. Gerade mal ein paar hundert Millionen Jahre nach dem Urknall. Das allein wäre noch nicht mal besonders aufregend – JWST findet ständig uralte Galaxien. Aber dieses Objekt? Dieses Objekt ist seltsam. Richtig, richtig seltsam.
Was haben die Forscher eigentlich entdeckt?
Auf den ersten Blick sieht das Ding aus wie ein gigantischer Stern. Von der Größe her ungefähr wie unser gesamtes Sonnensystem. Schon das ist ziemlich krass. Aber jetzt kommt's: Dieses Ding strahlt etwa 100 Milliarden Mal mehr Energie aus, als ein Stern jemals produzieren dürfte.
Stellt es euch so vor: Normale Sterne sind like Glühbirnen. Dieser Typ hier arbeitet eher auf dem Niveau eines supermassereichen schwarzen Lochs.
Das ist – und jetzt muss ich vorsichtig sein – nicht wie Sterne funktionieren.
Sterne bekommen ihre Energie durch Kernfusion – Wasserstoffatome werden zusammengeknallt, bilden Helium, setzen Energie frei. Es gibt da eine physikalische Grenze, wie viel Energie ein Stern basierend auf seiner Masse erzeugen kann. Dieses Objekt? Einfach drübergestiefelt.
Die Forscher nennen es einen „Schwarze-Loch-Stern" – aber mal ehrlich: Der Name wird der Sache kaum gerecht.
Was steckt dahinter?
Die führende Theorie klingt ungefähr so: Da könnte ein Schwarzes Loch sein, eingewickelt in eine unvorstellbar massive Wolke aus Wasserstoffgas. So eine Art kosmische Decke. Statt Kernfusion würde das Schwarze Loch im Zentrum den energetischen Part übernehmen.
Rohan Naidu vom MIT hat das so beschrieben: „Wir vermuten ein zentrales Schwarzes Loch mit etwa 100.000 Sonnenmassen. Und darum herum eine extrem ausgedehnte Hülle aus Gas, die von außen wie ein sterngroßes Objekt aussieht."
Stellt euch ein Schwarzes Loch vor, eingepackt in eine Wasserstoffdecke so dicht und gewaltig, dass es von außen einfach aussieht wie ein einziger, gigantischer, glühender Stern. Genau das seemes这家伙 zu sein.
Das Rätsel der „kleinen roten Punkte"
Und hier wird die Sache richtig interessant – jenseits von „coole Weltraum-Sache".
JWST hat diese kleinen roten Punkte überall in den Tiefenraumaufnahmen des frühen Universums entdeckt. Klein, rot, und sie sind quasi verschwunden, wenn man in die heutige Zeit kommt. Wissenschaftler haben sich lange den Kopf zerbrochen, was das eigentlich sein könnte.
Jetzt, mit dieser Entdeckung, könnte sich das endlich erklären.
Wenn diese „Schwarze-Loch-Sterne" im frühen Universum existierten und dann über die Zeit verschwanden – das könnte genau das sein, was uns diese mysteriösen kleinen roten Punkte die ganze Zeit zeigen wollten. Wir haben Objekte gefunden, die nach unseren alten Modellen nicht existieren dürften. Und jetzt haben wir vielleicht den Beweis.
Warum ist das so ein Riesending?
Das Objekt zeigte etwas namens „Balmer-Break" im Lichtspektrum – die tiefste jemals bei einem astronomischen Objekt beobachtete. Das schließt im Grunde normale Sterne als Ursache aus. Außerdem enthielt sein Licht so gut wie keine schweren Elemente – nur Wasserstoff und Helium. Es war wirklich völlig neu für uns.
Als die Forscher Simulationen laufen ließen, um rauszufinden, was ein Objekt so rot machen könnte – ohne Staubinvolvement – fanden sie etwas Überraschendes: Eine extrem dichte Schicht aus Wasserstoff könnte das. Dicht genug, um eine sternartige Oberfläche auf massiver Skala nachzuahmen.
Was bedeutet das für uns?
Ehrlich gesagt? Das ist genau die Art von Entdeckung, die mich daran erinnert, warum das All so verdammt faszinierend ist. Wir finden nicht einfach nur neue Galaxien oder Sterne da draußen – wir entdecken möglicherweise komplett neue Kategorien von astrophysikalischen Objekten.
Die Forscher selbst geben zu, dass ihr Verständnis sich „sehr schnell weiterentwickelt". Forscher-Deutsch für: „Wir haben gerade ein Loch in unsere Lehrbücher geschlagen, und wir knobeln noch, was das bedeutet."
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin absolut dabei für ein Universum, in dem Schwarze Löcher Wasserstoffmäntel tragen und sich als Sterne tarnen können. Das Kosmos hat sich ganz schön lange bedeckt gehalten – und JWST legt jetzt endlich die Karten auf den Tisch.
Quelle: ScienceDaily — JWST entdeckt bizzaren „Schwarze-Loch-Stern" 100 Milliarden Mal heller als ein normaler Stern