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Perus uralte Nackthunde: Das Rätsel, das Wissenschaftler bis heute nicht lösen können

Perus uralte Nackthunde: Das Rätsel, das Wissenschaftler bis heute nicht lösen können

2026-10-18T22:13:30.879273+00:00

Wenn Archäologie haarig wird... na ja, eben haar LOS

Okey, ich geb's zu: Als ich zum ersten Mal von diesem Fund las, hatte ich ein paar Fragen. Zum Beispiel: Was macht ein haarloser Hund in der peruanischen Wüste, und das auch noch seit 1.200 Jahren begraben? Und warum zum Teufel hat jemand seinen Schädel knallrot angemalt?

Tja, das sind keine gewöhnlichen alten Köter. Sie sind die Vorfahren des Peruvian Inca Orchid – eine Hunderasse, die der American Kennel Club heute noch anerkennt. Und laut einer neuen Studie im Journal of Anthropological Archaeology wurden diese haarigen... äh, haarLOSEN Gesellen an einem Ort namens Castillo de Huarmey bestattet. Ein Wari-Reich am nördlichen Küstenstreifen Perus.

Die Wüste als perfekter Konservierungsraum

Was mich wirklich umgehauen hat: Die Wüste dort ist SO trocken, dass Materialien erhalten geblieben sind, die normalerweise längst verrottet wären. Haare, Knochen, Leder, Kleidung – und Pigmente, die heute noch leuchtend aussehen.

Die Archäologen haben drei Hundeskelette gefunden. Eines davon hat alle Augen auf sich gezogen: ein natürlich mumifizierter Hund, fast vollständig erhalten. Nur die unteren Teile der Vorderbeine fehlten. Die Haut war noch dran. Die Ohren auch. Und jemand hatte seinen Schädel mit Zinnober bemalt – einem knallroten Farbstoff, der in der altperuanischen Bestattungskultur eine große Rolle spielte.

Zuerst dachten die Forscher, der Hund könnte relativ jung sein – vielleicht nur 50 Jahre alt, Relikt aus Zeiten der Plünderungen vor Ort. Aber dann entdeckte Weronika Tomczyk von der Dartmouth University etwas Interessantes: Alle drei Hunde waren haarlos. Und alle drei hatten ihre ersten Prämolaren verloren.

Das kleine Detail? Es bestätigt: Das waren keine zufälligen Streuner. Das waren gezielt gezüchtete Hunde mit bestimmten körperlichen Merkmalen.

Kompliziert wie jede Haustierbeziehung

Und jetzt wird's richtig spannend – und ehrlich gesagt ziemlich nahbar.

Die Studienautoren machen einen Punkt, der mir im Kopf geblieben ist: Alte Menschen hatten komplizierte Beziehungen zu Hunden. Genauso wie wir heute. Sie zitieren die Forscher mit den Worten, ein Haustier für die einen könnte gleichzeitig als Plage für die direkten Nachbarn gegolten haben.

Lass das mal kurz sacken. Irgendjemand im Jahr 800 nach Christus hat seinen haarlosen Hund abgöttisch geliebt – vielleicht sogar sein Gesicht vor dem Begräbnis rot bemalt. Aber der Nachbar? Eher weniger Fan. Vielleicht hat der Hund ständig gebellt. Vielleicht hat er die Vorräte geplündert. Vielleicht hat er einfach nur mit diesen unheimlichen, haarlosen Augen angestarrt.

Die Archäologen fanden übrigens auch Überreste von südamerikanischen Kameliden – wahrscheinlich Lamas und Alpakas. Manche waren offenbar als Opfergaben beigesetzt worden, andere einfach in den Müll geworfen. Es scheint, die Wari-Leute hatten verschiedene Beziehungen zu verschiedenen Tieren. Gleichzeitig.

Warum dieser Fund wichtig ist

Abgesehen davon, dass es mega cool ist (und ja, uralte mumifizierte Hunde sind objektiv cool), ist diese Entdeckung auch bedeutsam für unser Verständnis des Wari-Reiches. Castillo de Huarmey war ein Verwaltungs- und Begräbniszentrum auf 110 Acres – eine der wenigen Wari-Stätten an der nördlichen Küste Perus.

Frühere Funde dort umfassten ein unberührtes Adelsgrab mit 58 hochgestellten Frauen, menschliche Opferungen und über 1.300 Artefakte. Aber diese Entdeckungen erzählen uns etwas über Machtstrukturen und Politik. Die Hunde? Die erzählen uns etwas über den Alltag. Über kleine Momente. Über eine Person – vielleicht ein Kind – die ihren haarlosen Hund liebte und ihn für immer erinnern wollte.

Diese Verbindung über 1.200 Jahre hinweg – jemandes Zuneigung zu seinem Haustier, bewahrt in der trockenen Wüstenluft – geht einem schon irgendwie nah, oder?

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