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NASA verabschiedet sich von uraltem Werkzeug eines Raumfahrers – und das ist super News!

NASA verabschiedet sich von uraltem Werkzeug eines Raumfahrers – und das ist super News!

2026-05-04T14:34:52.066657+00:00

Die härteste Entscheidung für Voyager 1

Stell dir vor, du steuerst ein Auto, das seit 49 Jahren non-stop fährt. Der Motor läuft noch, verliert aber zusehends Kraft. Bleibst du am Gas, bis alles kracht? Oder schaltest du clever Teile ab, um weiterzukommen? Genau das Dilemma lebten NASA-Ingenieure mit Voyager 1, unserem fernsten Raumschiff.

Am 17. April schalteten sie das LECP-Instrument ab – ein Messgerät für geladene Teilchen, das seit dem Start 1977 treu gearbeitet hat. Kein Scheitern. Sondern clevere Taktik zum Überleben.

Warum ein 50 Jahre altes Gerät dran glauben musste

Voyager 1 treibt ein Plutonium-Akku an. Ein radioaktiver Wärme-Generator, der Hitze in Strom umwandelt. Klingt futuristisch, ist aber real.

Jedes Jahr schrumpft die Leistung um vier Watt. Nach fast 50 Jahren im All summiert sich das. Bald reicht der Saft nicht mehr für alle Geräte.

Das LECP maß Ionen und Elektronen im interstellaren Raum – jenseits unseres Sonnensystems. Es fand Druckwellen und Dichteschwankungen in der kosmischen Leere. Revolutionäre Daten.

Aber totes Schiff bringt null Wissenschaft.

Der Ernstfall nahte

Im Februar 2026, bei einer Routine-Drehung, sackte die Energie ab. Plötzlich drohte das Notprogramm: Automatische Abschaltung kritischer Teile. Risiko für bleibende Schäden.

Die Ingenieure handelten: LECP jetzt ausschalten. Kontrolliert. „Kein Mensch will das, aber es ist die klügste Wahl“, sagte Missionsleiter Kareem Badaruddin vom Jet Propulsion Laboratory. Stimmt. Lieber ein Gerät opfern als das Ganze.

Vorbereitet seit Jahren

Was mich beeindruckt: Kein Chaos. Der Plan stammt aus Vorjahren. Sie legten fest: Welches Instrument wann abschalten. Priorität auf die besten Daten.

Voyager 1 startete mit 10 Geräten. Sieben sind schon dunkel. LECP stand auf Platz acht. Bei Voyager 2, dem Zwilling, ging es im März 2025 offline.

Clever: Ein winziger Motor im LECP frisst nur 0,5 Watt – wie eine LED. Er hält alles bereit. Falls Strom zurückkommt, könnte es wieder anspringen.

Der große Knall-Plan

Die NASA gibt nicht auf. Kommt „der Big Bang“ – massiver Umbau. Energiehungrige Teile durch Sparmodelle ersetzen. Mehr Jahre Strom für Wärme und Funktion.

Test auf Voyager 2 im Mai/Juni 2026, wo Saft lockerer sitzt. Bei Erfolg: Voyager 1 ab Juli. Und vielleicht LECP-Reaktivierung. Abenteuer lebt!

Warum mich das rührt

Ehrlich: Die Geschichte berührt. 1977 starteten sie – vor PCs, Internet, mir. Signale brauchen 23 Stunden hin und zurück.

LECP erkundete 50 Jahre interstellares Vakuum. Nur Voyager 1 und 2 waren je dort. Historisch.

Abschalten fühlt sich wie Abschied an. Doch Ingenieurskunst verlängert das Wunder. Zwei Instrumente laufen noch: Plasma und Magnetfelder. Daten aus dem All rollen weiter.

Kein Ende. Neues Kapitel.

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