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Slash und sein Schlangen-Double: Die unglaubliche Geschichte

Slash und sein Schlangen-Double: Die unglaubliche Geschichte

2026-09-19T09:10:34.685367+00:00

Wenn Rocklegenden auf Reptilien treffen: Die Schlange, die Slash' Namen trägt

Mal ehrlich — als ich zum ersten Mal hörte, dass Forscher eine Schlange nach Slash benannt haben, dachte ich: „Na gut, das ist mal eine ungewöhnliche PR-Aktion." Aber je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, desto mehr merkte ich: Diese Geschichte hat deutlich mehr zu bieten, als der lustige Name vermuten lässt.

Mehr als nur ein berühmter Name

Klar, Slash ist bekannt für seine legendären Gitarrensoli und diesen lässigen Look auf der Bühne. Was aber viele nicht wissen: Der Mann hat eine regelrechte Leidenschaft für Reptilien. Jahrelang hat er Zoos, Museen und andere Einrichtungen der Naturkunde unterstützt.

Als Forscher vom Field Museum und der Louisiana State University eine neue Schlangenart in Neuguinea entdeckten, war die Entscheidung deshalb schnell gefallen. Sie nannten sie Lielaphis slashi — oder ganz unspektakulär: Slash' Bodenschlange. Ziemlich cool, oder?

Wo die Geschichte richtig schön wird

Und jetzt kommt der Teil, der mich wirklich berührt hat. Die Wissenschaftlerin hinter der Entdeckung, Sara Ruane vom Field Museum, war bereits in der ersten Klasse Fan von Guns N' Roses. In der fünften Klasse stand für sie fest: Sie will Herpetologin werden.

Mit zwölf dann das Schlüsselerlebnis. Ein Magazine封面 zeigte Slash — mit seiner Pet-Python auf dem Arm. Ruane dachte sich: „Dieser Typ ist so cool."

Jahre später, längst selbst Herpetologin, suchte Ruane das alte Interview wieder heraus. Und stieß auf etwas Faszinierendes: Slash erzählte darin von seiner Begeisterung für Naturhistorie. Davon, wie er als Kind draußen unterwegs war und nach Schlangen gesucht hatte.

Irgendwo in diesem Moment muss ein Gedanke gereift sein: „Dieser Mann verdient es, dass eine Art nach ihm benannt wird."

Das, finde ich, ist eine wunderschöne Geschichte darüber, wie persönliche Begeisterung einen großen Kreis schließt.

Was wir über die Schlange wissen

Auch das Tier selbst kann sich sehen lassen. Die Schlange ist rötlich-braun gefärbt, etwa 70 Zentimeter lang und lebt in den Wäldern von Neuguinea — einer der am wenigsten erforschten Regionen der Erde, wenn es um Reptilien geht.

Entdeckt wurde sie ganz klassisch: nachts mit Taschenlampen durch den Wald stapfen. Dabei stellte sich heraus, dass die Bodenschlangen nachtaktiv sind und sich am liebsten in der Nähe großer Bäume aufhalten. Auf dem Speiseplan stehen kleine Echsen und Reptilieneier.

Mithilfe von Genanalysen und dem akribischen Zählen von Schuppen — ja, wirklich, Wissenschaftler zählen Schuppen — konnten die Forscher bestätigen: Das hier ist eine komplett neue Art.

Warum das alles wichtig ist

Was mich wirklich beeindruckt hat: Über dieses Tier ist noch erstaunlich wenig bekannt. Sein Verhalten, seine Lebensgewohnheiten — weitgehend ein Rätsel. Selbst die Beobachtung gestaltet sich schwierig, weil die Schlange so schnell verschwindet.

Neuguinea gehört zu jenen wilden, kaum erforschten Ecken unseres Planeten, in denen regelmäßig neue Arten auftauchen. Jede Expedition könnte etwas ans Tageslicht bringen, das noch nie jemand zuvor gesehen hat.

Und genau das macht diese Geschichte so besonders. In einer Zeit, in der wir das Gefühl haben, alles sei längst kartiert und dokumentiert, gibt es noch immer Orte voller unentdeckter Geheimnisse.

Also, das nächste Mal, wenn „Welcome to the Jungle" im Radio läuft — denkt vielleicht auch an Slash' Bodenschlange. Irgendwo in den Wäldern von Neuguinea lebt eine kleine, völlig ungiftige Schlange namens Lielaphis slashi. Und ich finde, das ist ein ziemlich wunderbarer Gedanke.

Quelle: Science Daily

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