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Wale schaffen Unmögliches: Die unglaubliche Reise, die Forscher sprachlos macht

Wale schaffen Unmögliches: Die unglaubliche Reise, die Forscher sprachlos macht

2026-05-20T06:44:09.235790+00:00

Wenn ein Wal plötzlich alles anders macht

Stell dir vor, du wachst auf und beschließt, einfach auf die andere Seite der Erde zu ziehen. Genau das haben zwei Buckelwale getan. Und die Forscher sind noch immer baff.

Lange ging man davon aus, dass Buckelwale ihre gewohnten Wege nie verlassen. Australische Tiere bleiben bei Australien, brasilianische bei Brasilien. Wie Pendler, die immer dieselbe Strecke fahren. Doch manchmal scheint ein Wal einfach zu sagen: „Nee, ich probier’s mal anders.“

Wie man Wale an ihren Schwänzen erkennt

Jeder Buckelwal hat ein einzigartiges Muster auf seiner Schwanzflosse. Wie ein Fingerabdruck unter Wasser. Forscher haben Tausende Fotos aus Jahrzehnten verglichen und dabei einzelne Tiere wiedererkannt.

Bei einer Studie haben sie fast 20.000 Fotos seit 1984 durchgesehen. Zwei Wale stachen besonders heraus. Einer wurde 2007 vor Queensland in Australien gesehen und tauchte 2019 bei São Paulo in Brasilien auf. Die direkte Entfernung: rund 14.200 Kilometer. Der zweite Wal war sogar 22 Jahre lang beobachtet worden. Er wurde 2003 in Brasilien fotografiert und erst 2025 in Australien wiedererkannt. Die Strecke: 15.100 Kilometer.

Fotos von normalen Menschen machen den Unterschied

Besonders spannend ist, dass die Daten nicht nur von Wissenschaftlern kamen. Viele Fotos stammen von Freiwilligen, Walbeobachtern und Touristen. Über die Plattform Happywhale haben sie ihre Bilder eingereicht. So ist eine riesige Datenbank entstanden, die erst diese Entdeckung möglich gemacht hat.

KI hat die Muster verglichen. Menschen haben alles nochmal kontrolliert. Technik und Menschenhand – hier hat es wirklich funktioniert.

So selten ist das wirklich

Von fast 20.000 erfassten Walen haben nur zwei diesen langen Weg genommen. Das sind 0,01 Prozent. Kein Alltagsausflug also. Und trotzdem wirkt sich das aus. Wenn Wale zwischen verschiedenen Gruppen wechseln, bringen sie neue Gene mit und vielleicht sogar neue Walgesänge.

Mehr solche Reisen in Zukunft?

Klimawandel könnte dafür sorgen, dass es öfter passiert. Veränderte Eisbedingungen in der Antarktis und andere Verteilungen von Krill könnten Wale dazu bringen, neue Wege zu suchen. Forscher sprechen von einer „Southern Ocean Exchange“: Wale treffen sich beim Fressen im Süden und kehren vielleicht auf einer anderen Route nach Norden zurück. Manche bleiben dann einfach dort.

Was uns diese Wale zeigen

Interessant ist nicht nur die Reise selbst. Es geht um das, was wir noch immer nicht über das Meer wissen. Jahrzehnte der Forschung – und trotzdem überraschen uns Tiere, die wir schon lange zu kennen glaubten. Diese Wale zeigen, dass es immer wieder Ausreißer gibt. Tiere, die nicht einfach weitergehen wie ihre Vorgänger. Und genau solche Entscheidungen könnten einer Art helfen, wenn sich alles um sie herum verändert.

Verrückt, oder? Bei einem 40-Tonnen-Wesen im Ozean.

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