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Warte mal – haben unsere Vorfahren sich wirklich gegenseitig gefressen? Dieser Fund verwirrt jetzt alle Forscher

Warte mal – haben unsere Vorfahren sich wirklich gegenseitig gefressen? Dieser Fund verwirrt jetzt alle Forscher

2026-09-04T21:22:14.571565+00:00

Also echt: Unsere Vorfahren haben sich gegenseitig gegessen?

Ich muss euch mal was erzählen. Da bin ich neulich über etwas gestolpert, das mich wirklich umgehauen hat — und zwar nicht im positiven Sinne. Stellt euch vor: Archäologen buddeln in Höhlen in Südspanien rum, machen ihren Job, und finden menschliche Knochen. Aber nicht einfach so begrabene Knochen. Nein. Diese Knochen waren offensichtlich bearbeitet worden — also richtig: Fleisch entfernt, Mark rausgeklopft, teilweise sogar gekocht.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mein erster Gedanke war: Echt jetzt? Das hat wirklich stattgefunden? Aber die Beweislage? Die lässt sich echt schwer vom Tisch wischen.

Drei Höhlen, ein unangenehmes Muster

Das Forschungsteam, geleitet von Archäologin Palmira Saladié vom Katalanischen Institut für menschliche Paläoökologie und soziale Evolution, hat sich drei Höhlenstandorte in der Provinz Granada vorgenommen: Malalmuerzo, Carigüela und Majolicas. Gerüchte gab es schon länger — Fachleute mutmaßten seit Jahren, dass diese Höhlen vielleicht Belege für steinzeitlichen Kannibalismus beherbergen könnten. Aber Gerüchte sind keine Wissenschaft, oder? Man braucht Fakten.

Und die haben sie gefunden. Und wie.

Allein in der Malalmuerzo-Höhle haben sie über 700 Knochenfragmente katalogisiert — Überreste von mindestens 36 verschiedenen Menschen. Sechsunddreißig Personen. Das ist kein Zufallsunglück. Das ist ein System.

Was erzählen uns die Knochen?

Jetzt wird's richtig spannend — beziehungsweise verstörend. Als die Forschenden die Knochen unter dem Mikroskop untersuchten und Radiokarbon-Datierungen durchführten, stießen sie auf:

  • Schnittmarken von Steinwerkzeugen — dort, wo Fleisch absichtlich entfernt wurde
  • Zahnspuren (ja, echte menschliche Zahnspuren)
  • Knochen, die absichtlich aufgebrochen wurden, um an das Mark zu kommen
  • Spuren vom Kochen — Knochen, die durch Hitzeeinwirkung weiß und durchscheinend geworden waren

Am Standort Carigüela wurde es dann richtig makaber: Dort entdeckten sie zwei Becher, die aus menschlichen Schädeln gefertigt waren. Jemand hatte sorgfältig die Schädeldecke entfernt, die Kanten glatt geschliffen — und das Ganze als Trinkgefäß benutzt.

Aber jetzt kommt's: Das Rätsel

Und jetzt wird's richtig interessant. Nicht alle Knochen folgen demselben Muster. Manche Überreste — besonders von Jugendlichen — waren mit Zinnober gefärbt, einem leuchtend roten Mineral, das in vielen antiken Begräbnisritualen eine Rolle spielte. Also: Wurden diese Menschen anders behandelt, weil sie jung waren? Wegen ihrer Stellung in der Gruppe? Wegen ihrer Beziehung zu denjenigen, die da gegessen haben?

Und genau das ist für mich die Kernfrage. Warum?

Kannibalismus ist nämlich nicht gleich Kannibalismus. Er kann in völlig unterschiedlichen Zusammenhängen völlig verschiedene Bedeutungen haben:

  • Überlebenskannibalismus: Die berüchtigten Fälle von Schiffbrüchigen, die aus purer Verzweiflung Crewmitglieder verzehrten
  • Kriegskannibalismus: Feinde essen, um Dominanz zu zeigen oder ihre "Kraft" zu absorbieren
  • Endokannibalismus: Familienmitglieder als Teil von Trauerritualen verzehren
  • Ritueller Kannibalismus: Teile von Feinden (oder auch Freunden) essen, um spirituelle Vorteile zu erlangen

Die Forschenden selber geben zu, dass sie nicht sicher sind, welche Kategorie hier zutrifft — oder ob es sogar mehrere sind. Die Knochen stammen aus unterschiedlichen Zeiträumen, von unterschiedlichen Menschen, mit unterschiedlicher Behandlung. Es war offensichtlich kein einzelner schrecklicher Vorfall, sondern eher eine wiederkehrende Praxis.

Was bedeutet das für uns?

Ehrlich gesagt — das hat mich schon ins Grübeln gebracht. Wir reden hier von Menschen, die vor etwa 7000 Jahren gelebt haben. Menschen, die Sprache hatten. Die ihre Toten begraben haben — manchmal zumindest. Die Kunst gemacht haben, Werkzeuge, Musik. Und die offenbar ab und zu彼此 gegessen haben.

Verändert das unser Bild von unseren Vorfahren? Keine Ahnung. Vielleicht erinnert es uns einfach daran, dass Menschen schon immer komplizierte Wesen waren — fähig zu tiefster Schönheit und zu wirklich verstörenden Entscheidungen.

Oder vielleicht sagt es uns, dass Menschen — wenn Ressourcen knapp wurden, wenn Konflikte ausbrachen, wenn das Überleben auf dem Spiel stand — schon immer bereit waren, Grenzen zu überschreiten, die wir heute für unvorstellbar halten.

Die Frage, die mir keine Ruhe lässt

Was mich am meisten umtreibt, ist eine einfache Frage: Warum haben nicht alle so gehandelt?

Ich meine, wenn man verhungert und ein toter Körper liegt rum... da könnte der Überlebensinstinkt einsetzen. Aber diese Höhlenbewohner hatten offensichtlich Alternativen. Sie jagten Tiere. Sie sammelten Nahrung. Sie lebten Generationen lang in diesen Höhlen. Und trotzdem haben sie immer wieder beschlossen, menschliche Körper zu verarbeiten — wie Vieh.

Für mich heißt das: Das war keine Verzweiflungstat. Das war eine Entscheidung — möglicherweise rituell, möglicherweise aus Rache, möglicherweise etwas, wofür wir heute gar keine Worte mehr haben, weil dieses Wissen mit den Menschen gestorben ist, die es praktiziert haben.

Was denkt ihr? Ist das ein Beleg für dunkle Zeiten — oder einfach für andere Zeiten? Ich würde mich echt freuen, von euch zu hören. Solche Sachen halten mich nachts wach — im besten Sinne.

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