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Wie ein Teenager heimlich einen Kernreaktor im Garten baute – und lange unentdeckt blieb

Wie ein Teenager heimlich einen Kernreaktor im Garten baute – und lange unentdeckt blieb

2026-04-09T22:50:20.256959+00:00

Der Junge, der "Mitbringen und Vorzeigen" übertrieb

Stell dir vor: Ein Highschool-Schüler baut sich im Schuppen seiner Mutter einen Atomreaktor. Klingt wie ein Witz? Für die meisten ja. David Hahn hat's ernst gemeint. Und es wurde eine irre Geschichte.

Vom Chemie-Buch zum echten Labor

David war kein normaler Teenager mit Games oder Fußball. Mit 10 entdeckte er ein altes Chemie-Buch und war süchtig. Später bastelte er in der Schule Nitroglycerin selbst. Kein Kinderspiel – das war purer Wahnsinn.

Für seinen Pfadfinder-Abzeichen in Atomenergie zeichnete er keine Bilder. Er plante einen richtigen Reaktor. Und das Tollste: Niemand hat's gemerkt.

Die "Professor Hahn"-Tarnung

Radioaktives Zeug gibt's nicht im Supermarkt. Also hat David geschummelt. Er schrieb Briefe an Atombehörden und Institute – als "Professor Hahn" mit seriöser Forschung. Es klappte. Über Jahre sammelte er Thorium, Uran, Americium und Radium. Er baute eine Neutronenwaffe aus Americium und Blei. Thorium reinigte er 170-mal stärker als erlaubt.

Im Garagen-Schuppen lief ein illegales Atomlabor.

Der Geigerzähler heult auf

Mit 17 baute er einen Bräter-Reaktor – der mehr Treibstoff macht, als er verbraucht. Er war nicht dumm: Als der Strahlungsdetektor fünf Häuser weiter anschlug, wusste er: Zu riskant.

Lösung? Radioaktiven Kram in eine Werkzeugkiste im Auto und Fingerspitzengefühl.

Leider entdeckt.

Zufallsfund der Behörden

Keine Spione, kein Detektivspiel. Bei einer Polizeikontrolle wegen Diebstahls durchsuchten Cops das Auto. David meinte nebenbei: "Das Zeug ist radioaktiv." Panik.

Bombenentschärfer kamen. Gesundheitsamt. Dann EPA-Menschen in Schutzanzügen – elf Stück, wie Aliens. Sie rissen den Schuppen ab.

Die 60.000-Dollar-Aktion

Am 26. Juni 1995: Wahnsinnsszene in Michigan. Drei Tage lang räumten die Anzugträger den Schuppen. Kosten: 60.000 Dollar. Alles landete in der Salzwüste. Die Nachbarschaft wurde als Strahlungsgebiet gesperrt.

Was wurde aus David?

Kein Knast, keine Anklage. Die Behörden haben sauber gemacht und geschwiegen. 1995 wäre der Skandal zu groß gewesen.

Er studierte Kerntechnik, schrieb ein Buch darüber. Starb 2017. Seine Saga bleibt: Wahnsinnige Teenager-Ehrgeizigkeit.

Die wahre Lehre

Kein Loblied auf Atomkraft. Eher Warnung. David war klug, wusste viel. Aber als Jugendlicher ohne Aufsicht mit Giftkram? Ein 60.000-Dollar-Desaster zeigt: Manche Experimente gehören nicht in den Garten.

Trotzdem: Respekt vor dem Mut. Er hat Behörden als "Professor" reingelegt. Das braucht Mumm.

Die Abzeichen hat er sich redlich verdient.

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